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Fisolen: Alles über grüne Bohnen – Nährwerte, Zubereitung und Tipps

Fisolen sind die in Österreich gebräuchliche Bezeichnung für grüne Gartenbohnen. In Deutschland werden sie meist einfach grüne Bohnen, Buschbohnen oder Stangenbohnen genannt. Sie gehören zur Art Phaseolus vulgaris und werden als jung geerntete, noch unreife Hülsen gegessen. Fisolen sind kalorienarm, ballaststoffreich und liefern unter anderem Folsäure, Vitamin C sowie Mineralstoffe. Wichtig ist jedoch: Rohe Fisolen sind nicht zum Verzehr geeignet und müssen vor dem Essen immer ausreichend gekocht werden.

Was sind Fisolen?

Fisolen gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler. Während bei Trockenbohnen die ausgereiften Samen verwendet werden, werden bei Fisolen die jungen, grünen Hülsen geerntet. Sie haben einen milden Geschmack und passen zu zahlreichen Gerichten. Mehr lesen : Pasta Asciutta: Klassisches Rezept, Zutaten und Tipps für die perfekte Tomaten-Hackfleisch-Sauce

Je nach Sorte unterscheidet man unter anderem:

SorteEigenschaftenVerwendung
BuschbohnenKompakt wachsendBeilagen, Salate, Gemüsepfannen
StangenbohnenRankende Pflanzen mit langen HülsenKlassische Gemüsegerichte
WachsbohnenGelbe Hülsen, milder GeschmackSalate und warme Speisen
FiletbohnenBesonders dünn und zartFeine Beilagen und Gourmetküche

In Österreich ist der Begriff Fisolen fest im allgemeinen Sprachgebrauch verankert, während in Deutschland überwiegend von grünen Bohnen gesprochen wird. In beiden Fällen handelt es sich um dasselbe Gemüse. Die Bezeichnung „Fisole“ ist vor allem östlich von Salzburg verbreitet.

Sind Fisolen gesund?

Fisolen liefern viele wertvolle Nährstoffe bei gleichzeitig geringem Energiegehalt. Dadurch eignen sie sich gut für eine abwechslungsreiche Ernährung.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehören:

  • Ballaststoffe
  • Pflanzliches Eiweiß
  • Folsäure
  • Vitamin C
  • Vitamin K
  • Kalium
  • Magnesium
  • Eisen (in moderaten Mengen)

Ballaststoffe unterstützen eine normale Verdauung und tragen zu einem langen Sättigungsgefühl bei. Das pflanzliche Eiweiß macht Fisolen außerdem zu einer beliebten Gemüsebeilage in vegetarischen und flexitarischen Ernährungsformen.

Warum dürfen Fisolen nicht roh gegessen werden?

Dies ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt.

Rohe Fisolen enthalten das natürliche Eiweiß Phasin, ein Lektin, das zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und weiteren Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Erst durch ausreichendes Erhitzen wird dieser Stoff unschädlich.

Daher gilt:

  • niemals roh essen
  • vor dem Verzehr vollständig garen
  • auch Kochwasser nicht weiterverwenden

Erst nach dem Kochen sind Fisolen sicher genießbar.

Fisolen richtig zubereiten

Die Zubereitung ist unkompliziert.

Vorbereitung

  1. Enden abschneiden.
  2. Falls nötig, vorhandene Fäden entfernen.
  3. Gründlich waschen.

Kochen

Fisolen werden je nach Dicke meist 8 bis 15 Minuten in kochendem Salzwasser gegart. Anschließend können sie direkt serviert oder in Eiswasser abgeschreckt werden, damit sie ihre grüne Farbe besser behalten.

Beliebte Zubereitungsarten sind:

  • gekocht als Gemüsebeilage
  • in Butter geschwenkt
  • mit Knoblauch
  • mit Dill
  • im Bohnensalat
  • in Suppen
  • in Eintöpfen
  • im Ofengemüse
  • aus der Pfanne

Einkauf und Saison

Frische Fisolen stammen im deutschsprachigen Raum überwiegend aus regionalem Anbau während der Sommermonate.

Die Hauptsaison liegt ungefähr zwischen:

  • Juni
  • Juli
  • August
  • September

Außerhalb der Saison sind sie als Tiefkühlware oder Konserve erhältlich. Tiefgekühlte Fisolen behalten viele ihrer Nährstoffe und sind eine praktische Alternative.

Fisolen richtig lagern

Frische Fisolen bleiben nur wenige Tage knackig.

Empfehlungen:

  • im Gemüsefach des Kühlschranks lagern
  • möglichst innerhalb weniger Tage verbrauchen
  • für längere Lagerung blanchieren und einfrieren

Tiefgekühlte Fisolen lassen sich über mehrere Monate aufbewahren.

Wozu passen Fisolen?

Durch ihren milden Geschmack sind sie sehr vielseitig.

Sie passen hervorragend zu:

  • Kartoffeln
  • Reis
  • Pasta
  • Rindfleisch
  • Geflügel
  • Fisch
  • Lamm
  • Pilzen
  • Tomaten
  • Zwiebeln
  • Speck (klassische Küche)
  • vegetarischen Pfannengerichten

Auch in mediterranen und österreichischen Rezepten spielen Fisolen eine wichtige Rolle.

Häufige Verwechslung: Fisolen oder Bohnen?

Viele Menschen glauben, Fisolen seien eine eigene Gemüseart. Tatsächlich handelt es sich lediglich um unterschiedliche Bezeichnungen.

BegriffVerwendung
FisolenVor allem Österreich
Grüne BohnenDeutschland
GartenbohneBotanische bzw. allgemeine Bezeichnung
Buschbohnen/StangenbohnenJe nach Wuchsform

Es handelt sich also nicht um verschiedene Gemüse, sondern um dieselbe Pflanzenart beziehungsweise deren unterschiedliche Sorten.

Fazit

Fisolen sind ein vielseitiges, nährstoffreiches Gemüse und gehören zu den beliebtesten Hülsenfrüchten der österreichischen Küche. Sie liefern Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiß und verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Ob als Salat, Beilage oder Bestandteil eines Eintopfs – sie lassen sich auf viele Arten zubereiten. Entscheidend ist jedoch, dass Fisolen niemals roh gegessen, sondern stets ausreichend gekocht werden.

FAQ

Sind Fisolen und grüne Bohnen dasselbe?

Ja. Fisolen ist die in Österreich übliche Bezeichnung für grüne Bohnen.

Kann man Fisolen roh essen?

Nein. Rohe Fisolen enthalten Phasin und müssen vor dem Verzehr immer vollständig gekocht werden.

Wie lange müssen Fisolen kochen?

Je nach Dicke der Hülsen in der Regel etwa 8 bis 15 Minuten.

Kann man Fisolen einfrieren?

Ja. Am besten werden sie vorher kurz blanchiert und anschließend eingefroren.

Sind Tiefkühl-Fisolen gesund?

Ja. Tiefgekühlte Fisolen enthalten weiterhin viele wertvolle Nährstoffe und sind eine praktische Alternative zu frischer Ware.

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