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Essigwurst Rezept: Klassisch österreichisch mit Zwiebeln

Was ist Essigwurst?

Essigwurst ist ein einfacher österreichischer Klassiker aus Wurst, Zwiebeln und einer würzigen Essig-Öl-Marinade. Je nach Region und Rezept wird dafür Knacker, Extrawurst oder eine ähnliche Brühwurst verwendet. Die Wurst wird in dünne Scheiben geschnitten, mit Zwiebeln angerichtet und anschließend mit einer Mischung aus Essig, Öl, Wasser, Salz und Pfeffer mariniert.

Das Gericht gehört zur kalten Küche und eignet sich besonders gut als schnelle Jause, Brotzeit oder unkompliziertes Abendessen. Typisch ist die Kombination aus milder Wurst, scharf-würzigen Zwiebeln und der säuerlichen Marinade. Serviert wird Essigwurst häufig mit Bauernbrot, Schwarzbrot oder Gebäck.

Essigwurst Rezept: Die klassische Variante

Zutaten für 2–4 Portionen

  • 400 g Knacker oder Extrawurst
  • 1–2 mittelgroße Zwiebeln
  • 4 EL Essig, zum Beispiel Apfel- oder Weißweinessig
  • 4 EL Wasser
  • 4 EL neutrales Öl, etwa Raps- oder Sonnenblumenöl
  • Salz nach Geschmack
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • optional: frische Petersilie oder Schnittlauch

Die genaue Zusammensetzung variiert bei diesem traditionellen Gericht. Manche österreichischen Rezepte verwenden beispielsweise Kürbiskernöl, andere Balsamico oder zusätzlich Paprika. Die einfache Grundversion kommt jedoch mit Wurst, Zwiebeln und einer Essig-Öl-Marinade aus. Mehr lesen : Linsen Rezept: Einfacher Klassiker mit Gemüse und Kartoffeln

Zubereitung Schritt für Schritt

1. Wurst vorbereiten

Die Knacker oder Extrawurst aus der Verpackung nehmen und bei Bedarf die Haut entfernen. Anschließend die Wurst in möglichst dünne, gleichmäßige Scheiben schneiden. Dünne Scheiben nehmen die Marinade besser auf und machen das Gericht angenehmer zu essen.

2. Zwiebeln schneiden

Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe oder Halbringe schneiden. Wer einen etwas milderen Geschmack bevorzugt, kann die Zwiebelringe vor dem Anrichten kurz mit kaltem Wasser abspülen und anschließend gut abtropfen lassen.

3. Marinade anrühren

Essig, Wasser und Öl miteinander verrühren. Anschließend mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Ein klassisches Rezept arbeitet bewusst mit einer einfachen Marinade; zusätzliche Zutaten sind nicht notwendig, können aber je nach persönlichem Geschmack ergänzt werden.

4. Alles miteinander kombinieren

Die Wurstscheiben auf Tellern verteilen oder in eine Schüssel geben. Die Zwiebeln darauf verteilen und die Marinade gleichmäßig darübergeben. Das Gericht kann direkt serviert werden, schmeckt aber aromatischer, wenn die Wurst etwas Zeit zum Durchziehen bekommt.

Wie lange sollte Essigwurst ziehen?

Für eine schnelle Variante reichen bereits etwa 10 bis 15 Minuten. Ein österreichisches Rezept mit Knacker, Zwiebeln und Paprika empfiehlt beispielsweise eine Ziehzeit von 10 bis 15 Minuten. Andere Varianten lassen die Essigwurst deutlich länger ziehen.

Wenn du mehr Zeit hast, kannst du die fertige Essigwurst abgedeckt im Kühlschrank etwas länger durchziehen lassen. Dadurch verbindet sich die Marinade stärker mit der Wurst und den Zwiebeln. Allerdings sollte die Wurst nicht unnötig lange in einer sehr sauren Marinade liegen, da sich dadurch die Konsistenz verändern kann.

Welche Wurst eignet sich am besten?

Für eine österreichische Variante werden vor allem Knacker und Extrawurst verwendet. Auch andere milde Brühwürste können funktionieren, wenn sie sich gut in dünne Scheiben schneiden lassen. In verschiedenen Rezepten finden sich sowohl Knacker als auch Extrawurst als Grundlage.

WurstGeeignet fürCharakter
Knackerklassische Essigwurstkräftiger, schnittfester
Extrawurstmilde Varianteweich und mild
LyonerAlternativefein und mild
Putenknackerleichtere VarianteGeflügelbasis

Eine Variante mit Putenknacker wird ebenfalls als Essigwurst zubereitet und beispielsweise mit Zwiebeln und Radieschen kombiniert.

Welche Essig-Öl-Marinade passt?

Die Marinade entscheidet maßgeblich darüber, wie säuerlich und kräftig das Gericht schmeckt. Für eine klassische Version ist ein eher ausgewogener Essig sinnvoll. Apfelessig sorgt beispielsweise für eine etwas fruchtigere Säure, während Weißweinessig einen klareren, kräftigeren Geschmack mitbringt.

Ein bewährtes Grundverhältnis besteht aus Essig, Wasser und Öl zu gleichen Teilen. Es ist aber kein starres Rezept: Wer es weniger sauer mag, kann den Wasseranteil erhöhen. Wer einen intensiveren Geschmack bevorzugt, verwendet etwas mehr Essig.

Tipp: Die Marinade zunächst vorsichtig würzen und anschließend nach einigen Minuten noch einmal probieren. Wurst und Zwiebeln bringen bereits eigene Würze mit.

Essigwurst mit Kürbiskernöl

Besonders interessant ist eine steirisch angehauchte Variante mit Kürbiskernöl. Ein österreichisches Rezept verwendet beispielsweise Extrawurst, Essig, Wasser und Kürbiskernöl.

Kürbiskernöl verändert den Charakter des Gerichts deutlich: Es bringt ein kräftiges, nussiges Aroma und eine dunklere Farbe in die Marinade. Wenn du es verwendest, muss die restliche Würzung nicht besonders intensiv ausfallen.

Für diese Variante passen frisches Bauernbrot oder ein kräftiges Schwarzbrot besonders gut.

Welche Zutaten kann man ergänzen?

Die klassische Essigwurst ist bewusst schlicht. Trotzdem gibt es zahlreiche Varianten. Je nach Rezept können beispielsweise folgende Zutaten dazukommen:

  • rote oder weiße Zwiebeln
  • Paprika
  • Radieschen
  • Tomaten
  • Essiggurken
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • hart gekochtes Ei
  • Käse
  • Kürbiskernöl

Österreichische Rezeptvarianten zeigen, dass Paprika, Tomaten, Käse und Schnittlauch ebenfalls verwendet werden können. Andere Rezepte bleiben dagegen ganz klassisch bei Wurst und Zwiebeln.

Wichtig ist dabei die Balance: Wenn viele Zutaten dazukommen, wird aus der einfachen Essigwurst schnell ein umfangreicher Wurstsalat. Für den klassischen Geschmack reichen Wurst, Zwiebeln und Marinade völlig aus.

Was passt zu Essigwurst?

Am besten passt etwas Brot, das die würzige Marinade aufnehmen kann. Besonders naheliegend sind:

  • Bauernbrot
  • Schwarzbrot
  • frisches Gebäck
  • Salzstangerl
  • Baguette

Auch hart gekochtes Ei wird in österreichischen Rezepten als passende Beilage genannt.

Für eine sommerliche Jause kannst du zusätzlich Radieschen, Tomaten oder Gurken servieren. So bleibt das Essen unkompliziert, bekommt aber etwas mehr Frische.

Essigwurst oder Wurstsalat – ist das dasselbe?

Die Begriffe überschneiden sich. In Österreich wird die saure Variante aus Wurst, Essig, Öl und Zwiebeln häufig als Essigwurst oder saure Wurst bezeichnet. Der Begriff Wurstsalat ist dagegen weiter gefasst und umfasst unterschiedliche regionale Zubereitungen.

Der entscheidende Punkt ist daher weniger der Name als die Zubereitungsweise. Eine österreichische Essigwurst konzentriert sich typischerweise auf Wurst und Zwiebeln mit einer säuerlichen Marinade. Werden zusätzlich Käse, Gurken, Paprika oder andere Zutaten verwendet, nähert sich das Gericht stärker einem klassischen Wurstsalat an.

Die häufigsten Fehler bei der Zubereitung

Zu dicke Wurstscheiben

Sehr dick geschnittene Wurst nimmt die Marinade schlechter auf. Dünne Scheiben sind für diese Zubereitungsart meist angenehmer und sorgen dafür, dass jede Scheibe etwas von der Säure und Würze abbekommt.

Zu viel Essig

Essig soll für Frische und Säure sorgen, darf den Geschmack der Wurst aber nicht vollständig überdecken. Deshalb die Marinade lieber zunächst etwas milder ansetzen und anschließend nachwürzen.

Zwiebeln zu grob schneiden

Große Zwiebelstücke können geschmacklich dominieren. Dünne Ringe oder Halbringe verteilen sich besser und verbinden sich gleichmäßiger mit der Marinade.

Keine Zeit zum Durchziehen

Essigwurst kann zwar sofort gegessen werden, einige Minuten Ruhezeit verbessern jedoch die Verbindung der Aromen. Je nach Rezept werden etwa 10 bis 15 Minuten oder auch längere Ziehzeiten empfohlen.

Ist Essigwurst ein schnelles Gericht?

Ja. Die klassische Zubereitung benötigt weder Herd noch Backofen. Wurst und Zwiebeln werden geschnitten, die Marinade wird angerührt und anschließend alles miteinander vermischt oder auf einem Teller angerichtet. Mehrere österreichische Rezeptquellen geben für einfache Varianten ungefähr 5 bis 15 Minuten Zubereitungszeit an.

Genau deshalb eignet sich das Gericht gut für eine schnelle Jause, ein unkompliziertes Abendessen oder eine kalte Mahlzeit an warmen Tagen.

Fazit

Essigwurst ist ein unkomplizierter österreichischer Klassiker, bei dem wenige Zutaten den Geschmack bestimmen. Knacker oder Extrawurst, Zwiebeln und eine ausgewogene Essig-Öl-Marinade bilden die Grundlage. Mit etwas Salz und Pfeffer ist das Gericht bereits fertig.

Wer Abwechslung möchte, kann Paprika, Radieschen, Tomaten, Kräuter oder Kürbiskernöl ergänzen. Für die klassische Variante braucht es jedoch nicht viel mehr als gute Wurst, knackige Zwiebeln und eine gut abgestimmte Marinade. Dazu passt frisches Bauern- oder Schwarzbrot – und schon steht eine schnelle, herzhafte Jause auf dem Tisch.

FAQ

Was ist eine Essigwurst?

Essigwurst ist eine österreichische kalte Speise aus Wurst, meist Knacker oder Extrawurst, Zwiebeln und einer Marinade aus Essig und Öl. Je nach Rezept kommen Wasser und Gewürze hinzu.

Welche Wurst nimmt man für Essigwurst?

Klassisch eignen sich Knacker oder Extrawurst. Auch Lyoner und andere schnittfeste, milde Brühwürste können verwendet werden.

Welcher Essig eignet sich für Essigwurst?

Apfelessig oder Weißweinessig passen gut. Auch andere milde Essigsorten können verwendet werden. Die Wahl beeinflusst vor allem die Säure und das Aroma der Marinade.

Kann man Essigwurst am Vortag zubereiten?

Ja, sie kann vorbereitet und gekühlt aufbewahrt werden. Für eine angenehme Konsistenz sollte die Wurst jedoch nicht unnötig lange in einer sehr sauren Marinade liegen.

Was isst man zu Essigwurst?

Klassisch passen Bauernbrot, Schwarzbrot, frisches Gebäck oder Salzstangerl dazu. Auch hart gekochtes Ei, Radieschen oder Essiggurken können ergänzt werden.

Ist Essigwurst dasselbe wie Wurstsalat?

Nicht ganz. Essigwurst ist eine bestimmte, besonders einfache österreichische Variante eines sauer marinierten Wurstgerichts. Der Begriff Wurstsalat ist allgemeiner und umfasst zahlreiche regionale Varianten mit unterschiedlichen Zutaten.

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