Bananenschnitten – ein klassischer österreichischer Kuchen
Bananenschnitten gehören zu den beliebten österreichischen Mehlspeisen und bestehen typischerweise aus mehreren Schichten: einem lockeren Biskuitboden, Bananen, einer Vanillecreme und einer Schokoladenglasur. Je nach Rezept werden die Bananen längs halbiert oder in Scheiben geschnitten. Häufig kommt außerdem etwas Marillenmarmelade zwischen Biskuit und Bananen.
Die Zubereitung ist etwas aufwendiger als bei einem einfachen Rührkuchen, weil mehrere Bestandteile vorbereitet und anschließend zusammengesetzt werden. Dafür lässt sich die Schnitte gut vorbereiten und muss vor dem Servieren gekühlt werden. Ein klassisches Rezept von Dr. Oetker ergibt etwa 12 Stück und benötigt rund 50 Minuten reine Zubereitungszeit plus Back- und Kühlzeit.
Das klassische Rezept für Bananenschnitten
Für eine klassische Variante werden Biskuit, Vanillecreme, Bananen und Schokoladenglasur miteinander kombiniert. Die folgende Zusammenstellung orientiert sich an etablierten Rezeptvarianten und ist für einen kleineren Backrahmen ausgelegt.
Zutaten für etwa 12 Stück
| Bestandteil | Zutaten |
|---|---|
| Biskuit | 5 Dotter, 5 Eiklar, 130 g Zucker, 110 g glattes Mehl, 1 Päckchen Vanillezucker |
| Vanillecreme | 3 Dotter, 40 g Mehl, 40 g Speisestärke, 80 g Zucker, 600 ml Milch, 150 g Butter, 100 g Staubzucker |
| Belag | 100 g Marillenmarmelade, 6 Bananen |
| Glasur | 110 g Zartbitterkuvertüre, 25 g Backkakao, 50 ml Schlagobers, 60 ml Wasser, 60 g Zucker, 10 g Kokosfett, 2 Blatt Gelatine |
Diese Mengen entsprechen weitgehend der klassischen Bananenschnitte von Dr. Oetker.
Biskuitboden richtig zubereiten
Zuerst den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backrahmen von etwa 20 × 25 cm wird auf ein mit Backpapier belegtes Blech gestellt. Für einen luftigen Biskuit werden Dotter und Zucker schaumig aufgeschlagen. Das Eiklar wird separat mit Zucker zu einem stabilen Eischnee verarbeitet.
Anschließend wird der Eischnee vorsichtig unter die Dottermasse gehoben. Das Mehl wird zusammen mit dem Puddingpulver beziehungsweise der entsprechenden trockenen Mischung darübergesiebt und ebenfalls vorsichtig untergehoben. Zu starkes Rühren würde die eingeschlagene Luft wieder aus der Masse entfernen.
Die Masse wird gleichmäßig im Backrahmen verteilt und etwa 20 Minuten gebacken. Dr. Oetker gibt für seine klassische Variante 180 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 160 °C Heißluft an.
Nach dem Backen sollte der Biskuit vollständig auskühlen, bevor die weiteren Schichten aufgetragen werden.
Die Vanillecreme macht den Unterschied
Für eine klassische Bananenschnitte wird häufig eine gekochte Vanillecreme verwendet. Dafür werden Dotter, Mehl, Speisestärke, Zucker und etwas Milch glatt verrührt. Die restliche Milch wird erhitzt und anschließend mit der Dottermischung verbunden. Die Masse wird unter ständigem Rühren erhitzt, bis sie puddingartig eindickt.
Der fertige Pudding muss anschließend abkühlen. Damit sich keine dicke Haut bildet, kann die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie abgedeckt werden. Erst wenn der Pudding abgekühlt ist, wird die aufgeschlagene Butter portionsweise untergerührt.
Das Temperaturverhältnis ist dabei besonders wichtig: Ist der Pudding noch zu heiß, kann die Buttercreme weich oder instabil werden. Deshalb sollte ausreichend Zeit zum Abkühlen eingeplant werden. Mehr lesen : Obstkuchen Blech: Einfaches Rezept mit frischem Obst
Bananen und Marmelade vorbereiten
Sobald der Biskuit ausgekühlt ist, wird er mit einer dünnen Schicht Marillenmarmelade bestrichen. Anschließend werden die Bananen daraufgelegt. In der klassischen Variante von Dr. Oetker werden sechs Bananen längs halbiert und auf dem Biskuit verteilt.
Andere österreichische Rezeptvarianten schneiden die Bananen in Scheiben. GUSTO verwendet beispielsweise bei einer burgenländischen Variante etwa 5 mm dicke Bananenscheiben und verteilt diese auf der mit Marmelade bestrichenen Biskuitfläche.
Die Wahl zwischen halben Bananen und Scheiben ist deshalb vor allem eine Frage der gewünschten Optik und Textur. Wichtig ist, dass die Früchte möglichst gleichmäßig verteilt werden, damit später jede Portion einen ausgewogenen Anteil an Biskuit, Creme und Banane enthält.
So werden die Bananenschnitten zusammengesetzt
Nach dem Belegen mit Bananen wird die Vanillecreme gleichmäßig darüber verteilt und glatt gestrichen. Danach sollte die Schnitte zunächst gekühlt werden, damit die Creme ausreichend fest wird.
Bei der klassischen Dr.-Oetker-Variante werden dafür etwa 2 Stunden Kühlzeit angegeben. Erst anschließend wird die Schokoladenglasur aufgetragen.
Für die Glasur werden Wasser, Schlagobers und Zucker erhitzt. Anschließend kommen Zartbitterkuvertüre, Kakao und Kokosfett hinzu. Die vorbereitete Gelatine wird entsprechend dem Rezept eingearbeitet. Die fertige Glasur wird gleichmäßig über der gekühlten Creme verteilt.
Nach dem Glasieren kommt der Kuchen wieder in den Kühlschrank, bis die Oberfläche fest geworden ist.
Warum müssen Bananenschnitten gekühlt werden?
Die Kühlung erfüllt bei diesem Kuchen gleich mehrere Aufgaben. Zunächst wird die Vanillecreme stabiler und lässt sich dadurch besser schneiden. Gleichzeitig kann die Schokoladenglasur fest werden.
Außerdem lassen sich die einzelnen Schichten nach einer ausreichenden Kühlzeit sauberer portionieren. Bei einem Rezept von GUSTO wird beispielsweise empfohlen, die fertige Schnitte nach dem Auftragen der Creme etwa eine Stunde zu kühlen und anschließend nach dem Glasieren nochmals zu kühlen.
Bananenschnitten sollten deshalb nicht direkt nach dem Zusammensetzen serviert werden. Die Wartezeit ist Teil der Zubereitung und sorgt für die typische Schnittfestigkeit.
Die häufigsten Fehler bei der Zubereitung
Der Biskuit wird flach
Wenn Eischnee und Mehl zu kräftig untergerührt werden, kann die eingeschlagene Luft verloren gehen. Deshalb sollten die Zutaten vorsichtig untergehoben werden.
Die Creme wird zu weich
Der Pudding muss vor dem Vermischen mit der Butter ausreichend abgekühlt sein. Außerdem benötigt die fertige Schnitte genügend Kühlzeit, bevor sie geschnitten wird.
Die Schokoglasur ist zu dick
Eine zu stark abgekühlte Glasur lässt sich schwer verteilen und kann beim Auftragen die Cremeschicht beschädigen. Sie sollte noch streichfähig sein, aber nicht mehr heiß auf die Creme gegeben werden.
Die Bananen werden braun
Geschnittene Bananen verändern mit der Zeit ihre Farbe. Dr. Oetker weist ebenfalls darauf hin, dass die Bananen im Kühlschrank nachdunkeln können.
Deshalb sind Bananenschnitten am schönsten, wenn sie frisch zusammengesetzt und gut gekühlt serviert werden.
Kann man Bananenschnitten vorbereiten?
Ja, das ist sogar sinnvoll. Die einzelnen Schichten benötigen Zeit zum Abkühlen und Festwerden. Ein klassisches Rezept von Dr. Oetker empfiehlt, die fertigen Bananenschnitten abgedeckt im Kühlschrank aufzubewahren und gibt eine Haltbarkeit von bis zu drei Tagen an. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass sich die Bananen während dieser Zeit verfärben können.
Für eine Feier können die Schnitten daher bereits am Vortag vorbereitet werden. Am besten werden sie gut abgedeckt und bis zum Servieren durchgehend gekühlt.
Bananenschnitten ohne Backen
Wer keinen Biskuit backen möchte, kann auch eine Variante ohne Backofen zubereiten. Dabei werden beispielsweise Biskotten, Bananen und eine gekochte Creme geschichtet. Dr. Oetker führt eine solche Variante, bei der die Bananenfüllung mit Zitronensaft, Vanillezucker und Rum vorbereitet und anschließend mit Biskotten und Creme geschichtet wird. Die fertige Schnitte muss mehrere Stunden gekühlt werden.
Diese Variante ist besonders praktisch, wenn schnell ein gekühltes Bananendessert vorbereitet werden soll. Sie unterscheidet sich jedoch deutlich von der klassischen Version mit gebackenem Biskuit.
Klassische Bananenschnitte oder schnelle Variante?
| Variante | Besonderheit | Aufwand |
|---|---|---|
| Klassische Bananenschnitte | Biskuit, Vanillecreme, Banane und Schokolade | Mittel |
| Bananenschnitte mit Bananenscheiben | Gleichmäßiger Fruchtbelag | Mittel |
| Bananenschnitten vom Blech | Für größere Mengen geeignet | Mittel |
| Bananenschnitte ohne Backen | Biskotten statt gebackenem Boden | Einfacher |
| Bananensplit-Schnitten | Schoko-Obers und Bananen | Etwas aufwendiger |
Die klassische Version bleibt besonders interessant, weil Biskuit, cremige Vanillefüllung, frische Banane und dunkle Schokolade einen deutlichen Kontrast zwischen weich, cremig und knackig ergeben.
Tipps für besonders saubere Stücke
Für schöne Bananenschnitten sollte das Messer scharf sein. Noch sauberer werden die Schnitte, wenn das Messer zwischen den einzelnen Schnitten kurz gereinigt wird.
Auch die Kühlzeit sollte nicht zu knapp bemessen werden. Die Creme muss stabil sein und die Glasur fest genug, damit sie beim Schneiden nicht stark bricht.
Wer die Schnitten für Gäste zubereitet, kann sie außerdem bereits vollständig portionieren und anschließend wieder kühl stellen. So müssen die einzelnen Stücke kurz vor dem Servieren nicht mehr geschnitten werden.
Fazit
Bananenschnitten bestehen in ihrer klassischen Form aus lockerem Biskuit, Bananen, einer gekochten Vanillecreme und einer Schokoladenglasur. Eine dünne Schicht Marillenmarmelade bildet häufig die Verbindung zwischen Boden und Frucht.
Das Rezept verlangt zwar mehrere Arbeitsschritte, ist aber gut vorzubereiten. Besonders wichtig sind ein luftiger Biskuit, eine ausreichend abgekühlte Creme und genügend Kühlzeit. Wer diese Punkte beachtet, erhält eine cremige, fruchtige Schnitte mit einer festen Schokoladenoberfläche – ideal für die Kaffeetafel, Geburtstage oder besondere Anlässe.
FAQ
Wie lange müssen Bananenschnitten kühlen?
Das hängt vom Rezept ab. Bei der klassischen Dr.-Oetker-Variante werden nach dem Auftragen der Creme etwa 2 Stunden Kühlzeit empfohlen. Nach dem Glasieren wird der Kuchen erneut gekühlt.
Welche Bananen eignen sich für Bananenschnitten?
Am besten eignen sich reife, aber noch feste Bananen. Sehr weiche Früchte können beim Schneiden und Auflegen leicht zerfallen und geben mehr Feuchtigkeit ab.
Kann man Bananenschnitten am Vortag machen?
Ja. Die Schnitten können gut vorbereitet und bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bei einer klassischen Rezeptvariante wird eine Aufbewahrung von bis zu drei Tagen im Kühlschrank angegeben.
Warum wird Marillenmarmelade verwendet?
Marillenmarmelade bildet eine dünne fruchtige Schicht zwischen Biskuit und Banane. Sie ergänzt die Süße der Banane und wird in mehreren österreichischen Rezeptvarianten verwendet.
Kann man Bananenschnitten ohne Backen machen?
Ja. Eine Variante verwendet Biskotten statt eines selbst gebackenen Biskuitbodens und wird mit Bananen und Vanillecreme geschichtet. Anschließend muss sie mehrere Stunden gekühlt werden.

