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Schneewittchenschnitte: Klassisches Rezept mit Himbeeren

Was ist eine Schneewittchenschnitte?

Die Schneewittchenschnitte ist ein fruchtiger Blechkuchen, der besonders in Österreich bekannt ist. Typisch sind mehrere Schichten: ein lockerer Kuchenboden, eine fruchtige Himbeer-Pudding-Masse, eine Schicht Schlagobers und Butterkekse als Abschluss. Je nach Rezept unterscheiden sich die Mengen und die Zubereitung etwas, das charakteristische Zusammenspiel aus Himbeeren, cremigem Belag und Keksen bleibt jedoch erhalten.

Der Name passt zur Optik des Kuchens: Die rote Himbeerschicht, das weiße Schlagobers und der helle Butterkeks erinnern an die bekannten Farben aus dem Märchen Schneewittchen. Für eine klassische Variante braucht man keine komplizierte Tortendekoration. Wichtig sind vielmehr ein gut ausgebackener Boden, eine ausreichend feste Fruchtschicht und genügend Kühlzeit.

Schneewittchenschnitte: Das klassische Rezept

Für dieses Rezept werden die einzelnen Schichten nacheinander zubereitet. Die Mengen sind für ein größeres Blech beziehungsweise einen Backrahmen ausgelegt und ergeben je nach Größe ungefähr 25 bis 30 Stück. Vergleichbare österreichische Rezepte verwenden ebenfalls fünf Eier, Mehl, Zucker, Öl und Wasser für den Boden sowie Himbeeren, Vanillepudding, Schlagobers und Butterkekse für den Belag. Mehr lesen : Gemüseauflauf: Einfaches Rezept, Tipps & Varianten

Zutaten für den Boden

ZutatMenge
Eier5
Zucker300 g
Vanillezucker1 Päckchen
Rapsöl120 ml
Wasser120 ml
Mehl350 g
Backpulver1 Päckchen
Salz1 Prise

Zutaten für die Himbeerschicht

ZutatMenge
Himbeersaft bzw. verdünnter Himbeersirup500 ml
Himbeeren500 g
Vanillepuddingpulver2 Päckchen
Zuckernach Geschmack

Für die obere Schicht

ZutatMenge
Schlagobers500 ml
Sahnesteif2 Päckchen
Butterkekse1 Packung

Diese Zutatenkombination orientiert sich an veröffentlichten österreichischen Rezeptvarianten. Bei der Flüssigkeit kann Himbeersirup mit Wasser zu der benötigten Menge Himbeersaft verdünnt werden. Frische oder tiefgekühlte Himbeeren sind möglich.

Zubereitung Schritt für Schritt

1. Kuchenboden vorbereiten

Zuerst den Backofen auf etwa 180 °C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Eier trennen. Das Eiklar mit einer Prise Salz zu einem festen Schnee schlagen.

Die Dotter werden mit Zucker und Vanillezucker schaumig gerührt. Anschließend Wasser und Öl langsam einarbeiten. Mehl und Backpulver miteinander vermischen und vorsichtig unter die Masse heben. Zum Schluss den Eischnee behutsam unterheben. Dadurch bleibt der Teig möglichst locker. Diese Vorgehensweise findet sich in mehreren österreichischen Rezepten für Schneewittchenschnitten.

2. Boden backen

Den Teig gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech verteilen. Je nach Rezept und verwendeter Backform liegt die Backzeit ungefähr zwischen 15 und 30 Minuten. Dr. Oetker verwendet beispielsweise bei einem 30 × 35 cm großen Backrahmen 180 °C Ober-/Unterhitze und etwa 45 Minuten für seine eigene Variante, während andere österreichische Rezepte für einen flacheren Blechboden kürzere Backzeiten nennen.

Deshalb sollte man sich nicht ausschließlich auf eine feste Minutenzahl verlassen. Entscheidend sind die Teigdicke und die verwendete Form. Nach dem Backen den Boden vollständig auskühlen lassen, bevor die Fruchtschicht daraufkommt.

3. Himbeer-Pudding-Masse zubereiten

Für die Fruchtschicht wird der Himbeersaft mit dem Vanillepuddingpulver verrührt und unter ständigem Rühren aufgekocht. Die Masse dickt dabei deutlich ein. Anschließend werden die Himbeeren untergerührt.

Die Himbeermasse wird auf dem ausgekühlten Boden verteilt und glatt gestrichen. Danach sollte der Kuchen ausreichend gekühlt werden, damit die Fruchtschicht stabil wird. In veröffentlichten Rezepten werden sowohl frische als auch tiefgekühlte Himbeeren verwendet.

4. Schlagobers auftragen

Das gut gekühlte Schlagobers mit Sahnesteif aufschlagen, bis es stabil ist. Anschließend gleichmäßig auf der vollständig ausgekühlten Himbeerschicht verteilen.

Hier ist Geduld wichtig: Ist die Himbeerschicht noch warm, kann das Schlagobers schmelzen oder seine Form verlieren. Eine vollständig kalte Fruchtschicht erleichtert außerdem das saubere Auftragen der nächsten Ebene.

5. Mit Butterkeksen belegen

Zum Schluss werden Butterkekse dicht nebeneinander auf das Schlagobers gelegt. Dadurch entstehen später natürliche Schnittlinien. Bei einer bekannten Rezeptvariante entspricht eine einzelne Portion ungefähr der Größe eines Butterkekses.

Anschließend sollte die Schneewittchenschnitte nochmals mehrere Stunden gekühlt werden. Die Kekse werden dabei weicher und lassen sich später leichter schneiden.

Warum sind Butterkekse bei der Schneewittchenschnitte wichtig?

Die Butterkekse sind nicht nur Dekoration. Sie bilden die oberste Schicht und verändern durch die Kühlzeit ihre Konsistenz. Nach mehreren Stunden sind sie nicht mehr hart und trocken, sondern lassen sich zusammen mit den darunterliegenden Schichten gut schneiden.

Ein weiterer praktischer Vorteil: Die Kekse können als Orientierung für die Portionierung dienen. Bei einer Rezeptvariante von ichkoche.at wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein Keks einer kleinen Portion und zwei Kekse einer größeren Portion entsprechen können.

Die wichtigsten Tipps für ein gutes Ergebnis

Eischnee vorsichtig unterheben

Der Eischnee sollte nicht kräftig untergerührt werden. Vorsichtiges Unterheben hilft dabei, die eingeschlagene Luft möglichst zu erhalten und einen lockereren Boden zu bekommen.

Fruchtschicht richtig andicken

Die Himbeer-Pudding-Masse sollte deutlich eingedickt sein, bevor sie auf den Boden kommt. Eine zu flüssige Schicht kann später beim Schneiden herauslaufen.

Kuchen vollständig auskühlen lassen

Der Boden muss vor dem Auftragen der Himbeermasse kalt sein. Ebenso sollte die Fruchtschicht ausreichend abgekühlt sein, bevor das Schlagobers daraufkommt.

Genügend Kühlzeit einplanen

Die Kühlung ist ein wichtiger Teil der Zubereitung. Bei der Dr.-Oetker-Variante wird die fertige Schnitte nach dem Auftragen der Kekse nochmals etwa drei Stunden gekühlt, damit diese weich werden.

Kekse erst nach dem Schlagobers auflegen

Die Butterkekse sollten direkt auf die Sahneschicht gelegt werden. So entsteht die typische, klar erkennbare oberste Lage.

Welche Himbeeren eignen sich?

Für die Schneewittchenschnitte können sowohl frische als auch tiefgekühlte Himbeeren verwendet werden. Mehrere veröffentlichte Rezepte nennen ausdrücklich beide Möglichkeiten.

Tiefgekühlte Himbeeren sind besonders praktisch außerhalb der Saison. Sie müssen nicht unbedingt vollständig aufgetaut werden, wenn sie anschließend in der heißen Puddingmasse verwendet werden. Wichtig ist jedoch, dass die fertige Masse anschließend ausreichend abkühlt und fest wird.

Frische Himbeeren eignen sich dagegen besonders gut, wenn man einen intensiven Fruchtgeschmack und sichtbare ganze Beeren in der Schicht bevorzugt.

Schneewittchenschnitte ohne Eierlikör

Nicht jede Variante enthält Eierlikör. In einem Rezept von Dr. Oetker wird Eierlikör im Boden verwendet, gleichzeitig wird dort ausdrücklich Orangensaft als Alternative genannt.

Wer eine klassische, alkoholfreie Variante backen möchte, kann sich daher für ein Rezept ohne Eierlikör entscheiden oder bei einer entsprechenden Rezeptur die vorgesehene Alternative verwenden. Wichtig ist, die Flüssigkeitsmenge des jeweiligen Rezepts nicht beliebig zu verändern, da sie die Konsistenz des Teigs beeinflusst.

Warum gibt es unterschiedliche Rezepte?

Bei Schneewittchenschnitten gibt es keine einzige Zutatenliste, die für alle Varianten verbindlich ist. Veröffentlichte Rezepte unterscheiden sich beispielsweise bei der Menge von Zucker, Mehl, Flüssigkeit und Himbeeren. Auch die Backzeit variiert je nach Teighöhe und Form.

Deshalb sollte man beim Nachbacken nicht verschiedene Rezepte miteinander vermischen. Besonders beim Boden und bei der Puddingmasse können Änderungen der Flüssigkeits- oder Mehlmenge die Konsistenz beeinflussen.

Schneewittchenschnitte richtig schneiden

Am saubersten lässt sich der Kuchen schneiden, wenn er gut durchgekühlt ist. Ein scharfes Messer erleichtert das Teilen durch die weichen Schichten. Da die Butterkekse die obere Fläche strukturieren, kann man die Schnitte bereits vor dem Servieren entlang der Keksränder portionieren.

Wer besonders saubere Stücke möchte, kann das Messer zwischen den Schnitten mit einem leicht feuchten Tuch reinigen. So werden weniger Sahne und Fruchtmasse von einem Stück auf das nächste übertragen.

Kann man die Schnitten vorbereiten?

Ja, das Gericht eignet sich sogar gut zur Vorbereitung. Die Kühlzeit ist ohnehin Bestandteil der Zubereitung. Dadurch kann die Schneewittchenschnitte am Vortag vorbereitet werden, sofern sie anschließend durchgehend gekühlt gelagert wird.

Dr. Oetker beschreibt außerdem eine Möglichkeit zum Einfrieren: Die Schnitten können mit Himbeerbelag vorbereitet, portioniert beziehungsweise halbiert und eingefroren werden; Schlagobers und Butterkekse werden später ergänzt.

Für die beste Konsistenz empfiehlt es sich, die vollständige Schnitte nicht unnötig lange einzufrieren, da sich Sahne und wasserreiche Fruchtschichten beim Auftauen verändern können.

Variationen der Schneewittchenschnitte

Die Grundidee lässt sich auf verschiedene Arten verändern. Einige Varianten verwenden beispielsweise einen dunklen und einen hellen Teig, während andere mit Kirschen arbeiten. Die Bezeichnung wird also nicht immer für exakt denselben Kuchen verwendet.

Mögliche Varianten sind:

  • Mit frischen Himbeeren: besonders fruchtig und aromatisch.
  • Mit TK-Himbeeren: praktisch und unabhängig von der Saison.
  • Mit Vollkorn-Butterkeksen: eine Alternative zu klassischen Butterkeksen.
  • Mit Kirschen: eine Variante, die stärker an andere mehrschichtige Blechkuchen erinnert.
  • Mit hellem und dunklem Teig: optisch auffälliger und näher an manchen Varianten des sogenannten Schneewittchenkuchens.

Was passt zu Schneewittchenschnitten?

Die Schnitten sind durch Himbeeren, Pudding, Schlagobers und Butterkekse bereits recht reichhaltig. Deshalb reicht zum Servieren normalerweise Kaffee oder Tee völlig aus.

Für eine festliche Kaffeetafel können zusätzlich einige frische Himbeeren auf dem Teller angerichtet werden. Mehr Dekoration ist nicht unbedingt notwendig, da die einzelnen Schichten bereits für eine auffällige Optik sorgen.

Häufige Fehler und ihre Lösungen

Der Boden wird trocken:
Der Boden sollte nicht unnötig lange gebacken werden. Da die Backzeit stark von der Teigdicke abhängt, sollte die Konsistenz gegen Ende der angegebenen Backzeit kontrolliert werden.

Die Himbeerschicht bleibt zu weich:
Das Puddingpulver muss ausreichend erhitzt werden, damit die Masse andickt. Außerdem sollte der Kuchen vor der nächsten Schicht vollständig abkühlen.

Das Schlagobers wird instabil:
Gut gekühltes Schlagobers verwenden und nach Möglichkeit Sahnesteif einsetzen. Die Fruchtschicht muss ebenfalls kalt sein.

Die Kekse bleiben hart:
Die fertige Schnitte braucht ausreichend Kühlzeit. Erst dadurch können die Butterkekse Feuchtigkeit aus den darunterliegenden Schichten aufnehmen und weicher werden.

Der Kuchen lässt sich schlecht schneiden:
Vor dem Anschneiden gründlich durchkühlen und ein scharfes Messer verwenden. Die Keksreihen können als Schnittführung dienen.

Fazit

Die Schneewittchenschnitte ist ein mehrschichtiger Blechkuchen mit lockerem Boden, fruchtiger Himbeer-Pudding-Füllung, Schlagobers und Butterkeksen. Gerade diese Kombination macht den Kuchen besonders: Die Himbeeren bringen Säure und Fruchtigkeit, die Creme sorgt für eine weiche Konsistenz und die Kekse bilden einen unkomplizierten Abschluss.

Für ein gutes Ergebnis sind weniger komplizierte Techniken als vielmehr die richtigen Zeitpunkte entscheidend. Der Boden sollte locker und vollständig ausgekühlt sein, die Himbeermasse ausreichend fest und das Schlagobers stabil. Mit genügend Kühlzeit lassen sich die Schnitten anschließend sauber portionieren und servieren.

FAQ

Was ist eine Schneewittchenschnitte?

Eine Schneewittchenschnitte ist ein mehrschichtiger Blechkuchen. Eine verbreitete österreichische Variante besteht aus Kuchenboden, Himbeer-Pudding-Masse, Schlagobers und Butterkeksen.

Kann man gefrorene Himbeeren verwenden?

Ja. Mehrere veröffentlichte Rezepte verwenden ausdrücklich tiefgekühlte Himbeeren.

Wie lange muss die Schneewittchenschnitte kühlen?

Das hängt vom Rezept ab. Nach dem Auftragen der oberen Schichten sollte sie mehrere Stunden gekühlt werden. Bei der Dr.-Oetker-Variante werden etwa drei Stunden für die fertige Schnitte genannt.

Kann man die Schneewittchenschnitte am Vortag machen?

Ja. Sie eignet sich gut zur Vorbereitung, da die Kühlung ohnehin wichtig für die Festigkeit der einzelnen Schichten ist.

Warum werden Butterkekse auf den Kuchen gelegt?

Die Butterkekse bilden die typische obere Schicht und werden durch die Kühlung weicher. Gleichzeitig erleichtern ihre Abmessungen die spätere Portionierung.

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